Jugendbeirat bei JUGEND für Europa

Junge Menschen beraten zur Umsetzung der EU-Jugendprogramme

Im Rahmen der Umsetzung der EU-Programme Erasmus+ Jugend und Europäisches Solidaritätskorps wird JUGEND für Europa die Beteiligung von jungen Menschen an der Programmumsetzung weiter ausbauen und stärken. Ein zentrales Element dieses Bestrebens ist die Etablierung eines Jugendbeirats bei JUGEND für Europa.

Der Jugendbeirat wird sich Anfang 2023 konstituieren und seine Arbeit aufnehmen.

Hauptziel des Jugendbeirats ist es sicherzustellen, dass die Anregungen, Ideen und Rückmeldungen von jungen Menschen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der EU-Programme Erasmus+ Jugend und Europäisches Solidaritätskorps Berücksichtigung finden.

Aufgaben

Die Aufgaben des Jugendbeirats im Detail sind:

  • die Beratung von JUGEND für Europa, um für die Zielgruppe junger Menschen den Zugang zu den EU-Jugendprogrammen zu erleichtern, die Bekanntheit und Attraktivität der EU-Jugendprogramme zu fördern und die Verfahren der Programmnutzung und entsprechende Unterstützungsangebote von JUGEND für Europa zu verbessern;
  • die Beratung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), um die inhaltliche Schwerpunktsetzung und Weiterentwicklung der EU-Jugendprogramme stärker an den Interessen und Bedarfen junger Menschen zu orientieren;
  • der Jugendbeirat soll auch Stellung nehmen zu politischen Debatten und Grundsatzfragen im Zusammenhang mit den EU-Jugendprogrammen;
  • die Vertretung und das Mitwirken im Nationalen Beirat für die EU-Programme Erasmus+ Jugend und Europäisches Solidaritätskorps beim BMFSFJ.

Zusammensetzung

Der Jugendbeirat besteht aus 15 bis 20 jungen Menschen ab dem vollendeten 16. bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres. Die benannten Mitglieder können dabei bis zum Ende der Legislaturperiode des jeweiligen Jugendbeirats über das 30. Lebensjahr hinaus im Jugendbeirat tätig sein.

Die Beiratsmitglieder bringen eigene Erfahrungen mit den EU-Jugendprogrammen mit. Die Amtszeit des Jugendbeirats beträgt zwei Jahre. Für jedes Mitglied ist maximal eine zweite Amtszeit möglich.

Im Jugendbeirat wird eine möglichst hohe Vielfalt an Lebensrealitäten und Perspektiven angestrebt, weshalb im Auswahlprozess entsprechend auf die Diversität der Mitglieder geachtet wird.

Entstehung des Jugendbeirats

Beim Entstehungsprozess des Jugendbeirats orientierte sich JUGEND für Europa an den Empfehlungen der Europäischen Jugendstrategie, einem informellen Leitfaden zur Förderung von Jugendbeteiligung in den EU-Jugendprogrammen.

Zur Umsetzung der Strategie im Netzwerk der Nationalen Agenturen wurde 2020 die Strategische Partnerschaft New Power in Youth initiiert, an welcher JUGEND für Europa beteiligt ist. Der Maßnahmenkatalog der Strategischen Partnerschaft umfasst die Etablierung einer Partizipationsstruktur in den teilnehmenden Nationalen Agenturen.

JUGEND für Europa hat sich für die Konzeption des Jugendbeirats von der JugendPolitikBeratung der Leuphana Universität Lüneburg beraten und begleiten lassen. Das Projekt wurde vom BMFSFJ als zentrale Maßnahme bei der Umsetzung der Jugendstrategie der Bundesregierung gefördert. Dabei wurde ein Vorgehen erarbeitet, welches die Partizipation junger Menschen bereits bei der Konzeption des Gremiums sowie der Erarbeitung der Satzung vorsah.

2022 haben junge Menschen in zwei Workshops die Ziele und Zusammensetzung des Gremiums definiert, jugendrelevante und interessante Themen identifiziert und sich zu praktikablen Arbeitsweisen für Jugendliche ausgetauscht. Die Ergebnisse sind u.a. in die Satzung des Jugendbeirats eingeflossen.