Let's go civic! - Civic Education in Youth Exchanges

Politische Bildung in Jugendbegegnungen

11.–15. Mai 2020, Bonn

Junge Menschen interessieren sich in den letzten Jahren wieder zunehmend für politische Themen. Politisches Engagement gewinnt bei Jugendlichen mehr und mehr an Bedeutung. Doch gleichzeitig bleibt die Gefahr in Europa groß, dass populistische Strömungen das Vertrauen in die Demokratie schwächen.

Das Training "Let's go civic!" ist als Einstieg für Jugendarbeiterinnen und Jugendarbeiter in die Themen der politischen Bildung gedacht. Es bietet Raum, um Konzepte zu entwickeln, wie Aspekte der politischen Bildung sowohl in die tägliche Arbeit mit Jugendlichen eingebracht als auch in Jugendbegegnungen integriert werden können.

"Let's go civic!" bringt Sie mit Fachkräften aus verschiedenen europäischen wie benachbarten Partnerländern zusammen. Sie erhalten einen Einblick, wie Themen der politischen Bildung in den entsprechenden Ländern betrachtet werden und können dieses Wissen für die eigenen Jugendbegegnungen nutzen. Darüber hinaus können Sie methodische und inhaltliche Anreize für Ihre Arbeit mit Jugendlichen mitnehmen.

Das Training findet statt vom 11. bis zum 15. Mai 2020 in Bonn.

Inhalte

Die Hauptpunkte des Trainings sind:

  • Entwicklung von Ideen, wie politische Bildung zu einem integralen Bestandteil von Jugendbegegnungen werden kann;
  • Diskussion über Menschenrechte und Menschenrechtsbildung in der Jugendarbeit;
  • Entwicklung kritischer Lernfähigkeiten im Kontext der Jugendarbeit;
  • Kennenlernen guter Beispiele von Initiativen Jugendlicher zu gesellschaftlichen und politischen Themen;
  • Vermittlung von Wissen über die europäische Dimension von Jugendpolitik.

Das Ziel des Trainings ist es, das Demokratiebewusstsein, die Partizipation und das kritische Denken in politischen und sozialen Fragen bei jungen Menschen zu fördern und Jugendliche in die Lage zu versetzen, eine aktive Rolle im politischen und gesellschaftlichen Leben zu spielen.

Voraussetzungen für eine Teilnahme

Bisherige Erfahrungen mit dem Thema sind nicht notwendig. Sie sollten jedoch Erfahrung in der Organisation von Jugendbegegnungen mitbringen.

Außerdem erwarten wir von den Teilnehmenden eine relevante Rolle in ihrer eigenen Jugendorganisation, damit die neuen Ideen und Kenntnisse aus diesem Training in der täglichen Arbeit vor Ort umgesetzt werden können. Ehrenamtliche sollten eine relevante Rolle in ihrer Organisation spielen, Aktivitäten mitplanen sowie in der Lage sein, Impulse für die Arbeitskultur der Organisation zu geben.

Die Arbeitssprache ist Englisch.

Profil der Trainerinnen

Das Training wird geleitet von Ronja Lindenberg und Gulesin Nemutlu Unal.

Ronja Lindenberg hat Europapolitik studiert und danach in der politischen Jugendbildung gearbeitet. Hier hat sie vor allem international Jugendbegegnungen geleitet. Momentan ist sie freiberuflich im Bereich der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung tätig. Ihre Schwerpunkte liegen auf den Themen Europa und europäische Werten, interkulturelles Lernen, Nachhaltigkeit und Rechtsextremismus.

Gulesin Nemutlu Unal ist seit 1998 im Bereich der europäischen Jugendarbeit tätig. Der  Fokus ihrer Arbeit liegt auf non-formaler Bildung, Menschenrechtsbildung, Freiwilligenarbeit und Partizipation. Zwischen 2001 und 2018 hat sie eine aktive Rolle als Trainerin und Moderatorin in verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen in der Türkei gespeilt, vor allem im Bereich der Menschenrechtsbildung. Seit 1998  gibt sie zudem im Rahmen der Jugendprogramme des Europarats und der Europäischen Kommission vor allem Trainings für Jugendarbeiter und bildet Trainer Im Bereich der Jugendarbeit aus. Seit 2018 lebt Nemutlu-Unal in Oslo (Norwegen).