Youth Work Against Violent Radicalisation and Extremism

Youth Work Against Violent Radicalisation and Extremism (YWAVRE) ist ein Kooperationsprojekt zu dem sich vier SALTO-YOUTH Resource Centres, verschiedene Nationale Agenturen des EU-Programms Erasmus+ JUGEND IN AKTION und der EU-CoE Youth Partnership zusammengefunden haben. Gemeinsam wollen sie mit dem Projekt die Rolle der Jugendarbeit in der Prävention von zu Gewalt führender Radikalisierung ermitteln und aufzeigen sowie eine Strategie zur Unterstützung der Fachkräfte der Jugendarbeit in diesem Bereich zu entwickeln.

Es gibt weltweit mehr als 1,2 Milliarden junge Menschen zwischen 15 und 24 Jahren. In den Ländern der Europäischen Union sind es 89 Millionen Menschen, die zwischen 15 und 29 Jahren alt sind. Junge Menschen sind konstant von globalen sozialen und ökonomischen Veränderungen betroffen. Viele erfahren Armut, Ausgrenzung, Ungleichheit und Marginalisierung.

Ihre persönliche Situation sowie ihr politisches, soziales und ökonomisches Umfeld, in dem sie leben, können sie empfänglich machen für verschiedene radikale Einflüsse und auch für gewalttätige Radikalisierung. Die Realitäten dieses aufkommenden Trends zeigen, dass es notwendig ist, in Europa und den Nachbarregionen mit diesen jungen Menschen zu arbeiten, um ihre Widerstandsfähigkeit gegen gewalttätige Radikalisierung zu stärken und die Offenheit und Inklusivität der Gesellschaft, in der sie leben, zu fördern.

Ziele

  • Mapping und Aufarbeitung von positive Beispielen und Initiativen zur Vorbeugung gewalttätiger Radikalisierung junger Menschen
  • Analyse zur Rolle verschiedener Akteure und wie diese gestärkt werden kann, mit dem Ziel der Entwicklung einer Langzeitstrategie zu den Möglichkeiten der Jugendarbeit im Kontext gewalttätiger Radikalisierung

Umsetzung

Die Umsetzung der oben genannten Ziele erfolgt über verschiedene Aktivitäten auf verschiedenen Ebenen. Während im ersten Jahr des Projektes eine wissenschaftliche Annäherung an die Konzepte und Begrifflichkeiten sowie eine Sammlung von Beispielen guter Praxis aus ganz Europa im Vordergrund standen, widmen sich die Aktivitäten im zweiten und dritten Projektjahr dem Transfer der gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis.

Zeitgleich werden die Aktivitäten mit einem wissenschaftlichen Rechercheprojekt “Youth Work Against Violent Radicalisation and Extremism: competencies for youth workers” unterlegt. Dieses untersucht die spezifischen Kompetenzen die Youth Worker in der Arbeit zum Thema gewalttätiger Radikalisierung brauchen und ausbauen möchten, auch mit der Frage nach schon bestehenden oder noch zu entwickelnden passenden Trainingsangeboten.

Folgende Aktivitäten haben im Rahmen des Kooperationsprojekts bisher stattgefunden:

  • Study visit “Belgium behind the scenes”, Oktober 2019, Belgien
  • Training Course about Youth Work against Violent Radicalisation, März 2019, Italien
  • Cross-sectoral seminar: Building young people's resilience against violent radicalisation, November 2018, Albanien
  • International conference, November 2017 Malta
  • Research and mapping exercise: Youth Work against Violent Radicalisation - Theory, concepts and primary prevention in practice, published 2017

Einblicke und Ergebnisse aller Veranstaltungen sind unter der projekteigenen Website http://youthcommunityresilience.eu abzurufen.

Folgende Aktivitäten sind geplant:

  • Training Course "Competencies of Youth Workers in Preventing Violent Radicalisation and Extremism", September 2020, Georgien (ggf. virtuell)
  • Partnership-Building Activity, Oktober 2020, Deutschland (ggf. virtuell)

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