Youth for Human Rights

Logo des Projekts"Die Werte, auf die sich die Union gründet, sind die Achtung der Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte einschließlich der Rechte der Personen, die Minderheiten angehören. Diese Werte sind allen Mitgliedstaaten in einer Gesellschaft gemeinsam, die sich durch Pluralismus, Nichtdiskriminierung, Toleranz, Gerechtigkeit, Solidarität und die Gleichheit von Frauen und Männern auszeichnet." (Vertrag über die Europäische Union, Art. 2)

Erasmus+, das EU-Programm für Bildung, Jugend und Sport hat unter anderem die Förderung der europäischen Werte gemäß Artikel 2 zum Ziel und setzt im Bereich Radikalisierungsprävention einen Förderschwerpunkt.

Youth for Human Rights ist ein europäisches Netzwerkprojekt (2017-2019) von sieben Nationalen Agenturen des EU-Programms Erasmus+ JUGEND IN AKTION, das die Themen Menschenrechte und Menschenrechtsbildung stärker in der Jugendarbeit sowie in der Aus- und Weiterbildung von Fachkräften verankern möchte. Demokratische Werte, eine aktive Bürgerschaft und ein interkulturelles Verständnis sollen nachhaltig gefördert werden.  

Neben JUGEND für Europa sind sechs weitere Nationale Agenturen aus den Ländern Estland (Gesamtkoordination), Österreich, Belgien/Flandern, Kroatien, Slowakei und Lettland an der Projektumsetzung beteiligt.

Ziele im Bereich der non-formalen Bildung

Gemeinsam mit europäischen Expert/-innen aus den Bereichen Bildung, Jugendarbeit und Forschung ermitteln die Projektpartner bestehende Ansätze und bewährte Methoden der Menschenrechtsbildung in Europa.

Bereits existierende Trainingsmodule werden dabei – vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen und neuer pädagogischer Bedarfe – von dem Expertengremium (PDF-Dokument, 100 kb) weiterentwickelt und neue Formate gestaltet. Auf dieser Grundlage bildet das Projekt auf europäischer und nationaler Ebene Trainer/-innen und Fachkräfte im Bereich Menschenrechtsbildung (MRB) fort und regt die Umsetzung lokaler und regionaler Menschenrechtsprojekte mit jungen Menschen an.

Langfristiges Ziel ist eine stärkere Auseinandersetzung mit Menschenrechten in der europäischen Jugendarbeit zu etablieren. Dies wird erreicht durch die Entwicklung von transnationalen Projekten mit jungen Menschen und die Schaffung eines themenspezifischen Netzwerkes im Rahmen von Erasmus+ JUGEND IN AKTION.

Ziele im Bereich der formalen Bildung

Über die non-formale Bildung hinaus setzt sich Youth for Human Rights auch für die Integration von Menschenrechtsbildung in der formalen Aus- und Weiterbildung von (angehenden) Fachkräften der Jugendarbeit ein und sucht den Austausch mit Universitäten, Fachhochschulen und Weiterbildungsträgern.

JUGEND für Europa ermittelt in einem Dialog mit Vertreter/-innen der formalen und non-formalen Bildung, inwiefern Menschenrechtsfragen bereits Bestandteil von Curricula in der Aus- und Weiterbildung sind und auf welchem Weg sie dort ggf. stärker verankert werden können und sollten.

Zielgruppen des Projektes

  • Menschenrechtsexpertinnen und -experten
  • Trainer/-innen
  • Träger der non-formalen Bildung und Fachkräfte der Jugendarbeit
  • Jugendliche Teilnehmende an lokalen Menschenrechtsprojekten
  • Nationale Agenturen des EU-Programms Erasmus+
  • Institutionen der formalen Bildung (insbesondere Fachhochschulen und Universitäten)
  • Studierende der sozialen Arbeit bzw. angehende Jugendarbeiter/-innen (langfristig)

Ergebnisse

Youth for Human Rights hat 2017 / 2018 neue Trainingsstrategien und -formate im Bereich der Menschenrechtsbildung im europäischen Kontext entwickelt und erprobt.

Im Rahmen eines zweiteiligen transnationalen Training-of-Trainer-Seminars wurden jeweils vier Trainer/-innen aus sieben Ländern aus- und fortgebildet. Auf nationaler Ebene haben diese Trainer/-innen ihr Wissen im Anschluss weitergegeben und Fachkräfte der Jugendarbeit u.a. zur Geschichte und Bedeutung von Menschenrechten sowie zu Ansätzen, Methoden und Kompetenzen für die Praxis geschult. In Deutschland fanden bundesweite Fachkräftetrainings in Berlin und Würzburg statt. Insgesamt wurden 2018 und 2019 in sieben europäischen Ländern 14 Trainings angeboten und rund 250 Fachkräfte geschult.

Im Rahmen eines Expert/-innen-Gesprächs in Bonn (PDF-Dokument, 1,6 Mb) hat JUGEND für Europa gemeinsam mit Vertreter/-innen von Universitäten, Fachhochschulen und Weiterbildungsträgern diskutiert, welche Rolle Menschenrechtsbildung bereits in den Curricula themenspezifischer Studiengänge (u.a. Soziale Arbeit, Pädagogik) spielt und Perspektiven diskutiert, wie die Bedeutung von Menschenrechtsbildung in der Aus- und Weiterbildung von Jugendarbeiter/-innen in Deutschland gestärkt werden kann.

Chronologie des Projekts

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