19.02.2021

Strategische Partnerschaft: "No youth left behind - A bridge for inclusion"

Strategien zur Beteiligung von "Jugendlichen mit geringere Chancen" an grenzüberschreitenden Lernerfahrungen

Es ist erwiesen, dass Jugendliche von der Teilnahme an Austauschprojekten wie etwa Jugendbegegnungen und grenzüberschreitenden Freiwilligendiensten außerordentlich profitieren. Sie erwerben Kompetenzen und machen Erfahrungen, die häufig für den eigenen weiteren Lebensweg entscheidend, die aber auch insgesamt für das Zusammenleben in unseren pluralistischen Gesellschaften gewinnbringend sind.

Solche grenzüberschreitenden Lernerfahrungen nehmen jedoch häufig nur Jugendliche wahr, die Erfahrungen mit Reisen und / oder Austauschprogrammen haben, eher das Abitur anstreben, Fremdsprachenkenntnisse mitbringen und sich von selbst über solche Angebote informieren. Es bestehen also Zugangshindernisse. "Junge Menschen mit geringeren Chancen" sind tendenziell unterrepräsentiert.

Erfolgreiche Strategien zur Partizipation

Auf der Grundlage der EU-Jugendstrategie fordern Jugendpolitik und vor allem auch Programme wie Erasmus+ die aktivere Einbeziehung von diesen Jugendlichen.

Die Stadtjugendpflege Lauenburg / Elbe hat gemeinsam mit Partnerorganisationen aus Finnland, Polen und der Türkei die Strategische Partnerschaft "No youth left behind" initiiert, um Strategien zur umfangreichen Beteiligung von "Jugendlichen mit geringeren Chancen", zu erproben und begleitend zu evaluieren. Dabei wurden über einen Projektzeitraum von drei Jahren u.a. mehrere Jugendbegegnungen mit Vorbereitungen und Lernen im digitalen Raum ("Blended Mobility") durchgeführt.

Mit der Strategischen Partnerschaft wurden Jugendliche in z. T. sehr prekärer Lebenssituationen erreicht, die niemals zuvor an Projekten internationaler Jugendarbeit teilgenommen hatten.

Ein nicht unerheblicher Teil (ein Drittel) dieser insgesamt 39 Jugendlichen war über die drei Jahre hinweg mehrfach an internationalen Aktivitäten involviert. Darüber hinaus planen einige der Teilnehmenden als Folge dieser Erfahrung Anschlussaktivitäten, z. B. indem sie aktiv weitere Begegnungsprojekte mit planen, am Europäischen Solidaritätskorps als Freiwillige teilnehmen, eine Ausbildung im Bereich von Training und Jugendarbeit beginnen. 

Die zentralen Ergebnisse der Strategischen Partnerschaft sind nun veröffentlicht worden. Weitere Informationen sowie einen Film über das Projekt finden Sie auf der Seite der Stadt Lauenburg: www.lauenburg.de/leben/jugendbetreuung/.

Die Publikation zum Projekt finden Sie hier.

(JUGEND für Europa)