25.10.2019

comeback 2019 im Europäischen Solidaritätskorps: Zurück in der Heimat und doch ist nichts wie vorher

Selfie vom comeback 2019 in Kassel, dem Rückkehrevent im Europäischen Solidaritätskorps. Im Vordergrund sind die Moderatoren Carsten Umerle und Lara Mümpfer zu sehen. Im Bildhintergrund sieht man die grüßenden comeback-TeilnehmerInnen im Plenarsaal.Selfie comeback 2019 ESK © Carsten Umerle

Beim comeback 2019, dem Rückkehr-Event im Europäischen Solidaritätskorps (ESK), treffen vom 25. bis 27. Oktober rund 250 junge Menschen in der documenta-Stadt Kassel aufeinander. Viele reisten vor allem mit einer Frage im Gepäck zum Event nach Nordhessen: Wie geht's nach dem Freiwilligeneinsatz für mich weiter?

Im denkmalgeschützten Südflügel des KulturBahnhof in der documenta-Stadt Kassel wurden die Auswirkungen des Austausches schon in den ersten Stunden des Rückkehr-Events sichtbar. Die rund 250 ehemaligen Freiwilligen im Europäischen Solidaritätskorps (ESK) kamen aus allen Ecken Deutschlands angereist, um sich über ihren Freiwilligendienst in den Ländern Europas auszutauschen. Im Gepäck: Viele Erinnerungen, Geschichten und Eindrücke. Alle Jugendliche haben in den vergangenen 12 Monaten ihren Dienst im ESK beendet.

„Schön dass ihr da seid“, eröffneten die beiden Moderatoren, Carsten Umerle und Lara Mümpfer, selbst hemalige ESK-Freiwillige, das Rückkehrer-Event im KulturBahnhof. „Ihr habt eine Reise in die Welt hinter euch und jetzt treffen wir uns mitten in Europa- zumindest fühlen wir uns hier oft so“, begrüßte Christof Nolda (Bündnis 90/Die Grünen), Umweltstadtrat der Stadt Kassel die Teilnehmer in seiner Heimat. Neben der langen mittelalterlichen Geschichte hätten auch die Brüder Grimm eine besondere Bedeutung für die Stadt. „Alle fünf Jahre laden wir außerdem die ganze Welt ein, wenn documenta ist“, erklärte er den Teilnehmenden, die die bedeutende Ausstellung für zeitgenössische Kunst nicht kennen.

„Sie waren in der Welt unterwegs und wissen mehr als alle anderen, dass das, was wir hier tun, in einem größeren Zusammenhang steht“, sagte Nolda. Es sei daher stark von unserem Verhalten und der politischen Strategie abhängig inwieweit man Konsequenzen im Kampf gegen die Klimawandel ziehe, sagte der Umweltdezernent bei der Veranstaltungseröffnung.

Zu der dreitägigen Veranstaltung gehören ein Polit-Battle (Aufzeichung bei Youtube), Diskussionen, Workshops, eine Party und eine Zukunftsbörse für freiwilliges Engagement. Geboten wird außerdem Raum für Austausch, Rückblick und Perspektiven. Denn es gibt eine Menge zu reflektieren. Und um den ESK und Engagement für Europa noch bekannter zu machen, zieht es die Jugendlichen am comeback-Samstag auf die Straße: Mit einer Straßenaktion wollen sie mit den Menschen vor Ort ins Gespräch kommen und darüber reden, wie Europa noch besser werden kann.

Am comeback-Sonntag dreht sich dann alles darum, wie es nun an den Heimat- und Wohnorten der Jugendlichen mit dem europäischen Engagement weitergehen kann. Bei einer Zukunftsbörse stellen sich rund 20 Organisationen vor, die sich in unterschiedlichen Kontexten für das Projekt Europa einsetzen und zivilgesellschaftliches Engagement voranbringen wollen.

comeback findet 2019 bereits zum achten Mal statt. Veranstalter ist JUGEND für Europa, die Nationale Agentur für die EU-Programme Europäisches Solidaritätskorps und Erasmus+ JUGEND IN AKTION.

Alles zur Veranstaltung unter www.comeback2019.de und www.facebook.com/jugendfuereuropa.de.

(Lisa Brüßler für JUGEND für Europa)