28.06.2019

Zentraler Aufruf der EU-Kommission: Die europäische Jugend vereint

Eine Gruppe junger Menschen posiert in Herzform.

Viele junge Menschen beteiligen sich aktiv an EU-Aktivitäten. Sie unterstützen den europäischen Integrationsprozess und sind einflussreiche Botschafter des europäischen Projekts. In ihrer Eigenschaft können sie Brücken quer über den gesamten Kontinent bauen. Um dies zu fördern, hat die EU-Kommission einen europaweiten Projektaufruf gestartet im Rahmen der Initiative "Die europäische Jugend vereint". 

Im Rahmen von "Die europäische Jugend vereint" will die EU-Kommission Initiativen von mindestens fünf Jugendorganisationen aus fünf verschiedenen Ländern unterstützen, damit diese ihre Vorstellungen von der EU austauschen, eine größere Bürgerbeteiligung anregen und zur Förderung der Unionsbürgerschaft beitragen können.

Mit der Initiative sollen europäische Jugendliche aus ganz Europa (aus dem Osten, Westen, Norden und Süden) zusammengebracht werden. Thematischen Prioritäten sind:

  • eine aktive Bürgerbeteiligung,
  • der Aufbau von Netzwerken,
  • europäische Werte und Unionsbürgerschaft,
  • demokratische Teilhabe,
  • demokratische Resilienz sowie
  • soziale Inklusion in Verbindung mit jungen Menschen.

Förderfähige Maßnahmen

Die Partnerschaften müssen sich für diese Aufforderung aus mindestens fünf Partnern aus fünf verschiedenen Ländern zusammensetzen; diese Länder müssen zur Teilnahme am Programm Erasmus+ berechtigt sein.

Antragstellende Organisationen sollten nachweisen, dass sie im Hinblick auf die Partner eine gute geografische Ausgewogenheit sicherstellen können. Dies bedeutet eine Verteilung der Partnerschaft auf die förderfähigen Länder, bei der die Partner aus unterschiedlichen Regionen aus dem Osten, Westen, Norden und Süden kommen.

Förderfähig sind folgende Arten von Maßnahmen:

  • Mobilitätsmaßnahmen einschließlich groß angelegter Austauschmaßnahmen zwischen jungen Menschen, darunter auch (aber nicht ausschließlich) Vernetzungs- und nicht formale oder informelle Schulungsmöglichkeiten und die Erarbeitung von Projekten durch junge Menschen;
  • Maßnahmen, die den Zugang und die Teilnahme junger Menschen an politischen Aktivitäten der EU in Verbindung mit jungen Menschen erleichtern;
  • Austausch von Erfahrungen und bewährten Verfahren; Netzwerkbildung und Partnerschaften mit anderen Jugendorganisationen; Teilnahme an Sitzungen oder Seminaren mit anderen Interessenträgern und/oder politischen Entscheidungsträgern, auch im Hinblick auf eine Steigerung des politischen Einflusses auf Zielgruppen, Sektoren und / oder Systeme;
  • Initiativen und Veranstaltungen zur Entwicklung europäischer Nichtregierungsorganisationen / Organisationen der Zivilgesellschaft / EU-weiter Netzwerke;
  • Sensibilisierungs-, Informations-, Verbreitungs- und Förderaktivitäten (Seminare, Workshops, Kampagnen, Sitzungen, öffentliche Debatten, Konsultationen usw.) zu politischen Prioritäten der EU im Bereich Jugend.

Es sollte sich um grenzübergreifende, auf europäischer, nationaler, regionaler oder lokaler Ebene durchgeführte Aktivitäten handeln. Als übergreifendes Prinzip sollten die teilnehmenden Organisationen Strategien zur Vernetzung junger Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund an der Basis verfolgen, damit eine wachsende Zahl junger Menschen an der Basis erreicht werden kann.

Die Projektdauer muss zwischen neun und 24 Monaten betragen.

Förderbedingungen und Kontakt

Link: Den gesamten Aufruf, das elektronische Antragsformular sowie alle weiteren relevanten Informationen finden Sie auf der Seite der Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur.

Insgesamt stehen für die Finanzierung von Projekten im Rahmen dieses Aufrufs fünf Millionen Euro zur Verfügung.

Die Förderung pro Projekt beträgt mindestens 100.000 Euro und höchstens 500.000 Euro. Sie ist auf einen Kofinanzierungssatz von höchstens 80% der gesamten förderfähigen Projektkosten begrenzt.

Anträge sind bis zum 18.07.2019, 12:00 Uhr, online einzureichen.

Link: Bei Fragen zum Aufruf wenden Sie sich bitte an EACEA-YOUTH@ec.europa.eu

(JUGEND für Europa / Quelle: Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur)

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Weiterführende Informationen

Link: Broschüre "Erasmus+European Youth Together"

Kommentare

  • witte

    03.07.19 15:16

    21 Tage Antragsfrist?!

    Die Meldung ist am 28.6. veröffentlicht worden und am 18.7. soll man für ein solch aufwändiges Projekt (20 % Konfinanzierung, die aufgetrieben werden muss und mindestens 4 Partner, mit denen man sich abstimmen muss) den Antrag eingereicht haben? Ich empfinde das als Frechheit! Oder es dient dazu, schon bekannte Vorhaben fördern zu wollen - dann sollte man auf diese 'tolle' Meldung an die Öffentlichkeit aber verzichten. Sehr ärgerlich, vor allem weil es von der Grundidee her eigentlich sehr begrüßenswert ist. Aber wir sind in unserem Arbeitsfeld als Antragsteller*innen ja einiges gewohnt . . . Rolf Witte

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