05.12.2018

"Unsere Vorschläge wurden demokratisch abgestimmt"

Melanie und Julita: Teilnehmerinnen der internationalen Jugendbegegnung SEEDJugendliche, die nicht das Abitur anstreben, haben tendenziell weniger Zugang zu internationalen Begegnungsmaßnahmen. Das Projekt wir weit weg, getragen von der Kindervereinigung Leipzig e.V., reagiert auf dieses Problem. Bei wir weit weg entwickeln jeweils zehn bis fünfzehn Schülerinnen und Schüler der siebten bis neunten Klassen an Haupt-/Real-/Oberschulen ihre eigene internationale Jugendbegegnung und führen diese durch.

Dazu werden sie etwa ein Jahr lang von zwei Coaches International (Peers der internationalen Jugendarbeit) begleitet und unterstützt. Die Teilnehmenden stärken ihr Selbstbewusstsein, finden Spaß am Lernen und erwerben verschiedene Kompetenzen.

Das Projekt befördert das Diversitätsbewusstsein und baut Fremdenfeindlichkeit ab. Durch die Einbindung ehrenamtlicher Coaches und die Kooperation von Schule und außerschulischen Einrichtungen der Jugendhilfe leistet es zudem gesellschaftliche Verbindungsarbeit.

"Ein bisschen wie Urlaub vom Alltag"

Neue Leute kennenlernen, eine lockere Atmosphäre und Mitbestimmung zu erfahren – das war für Julita und Melanie das Tollste bei ihrer Teilnahme am Projekt wir weit weg. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen zwischen 14 und 17 Jahren haben sie die internationale Jugendbegegnung "SEED – Sustainable Empowerment through Experiencing Diversity" entwickelt und im Sommer 2018 in Portugal durchgeführt.

Melanie, wie hast Du die Vorbereitungsphase vor der internationalen Jugendbegegnung erlebt?

Melanie: Wir haben uns vor der Jugendbegegnung etwa acht Monate lang jede Woche mit unseren Coaches getroffen, immer zwei Stunden. Es war toll, es waren nicht so viele Leute da, nur elf oder fünfzehn Teilnehmer. Unsere Vorschläge wurden demokratisch abgestimmt. Wir haben zum Beispiel selbst entschieden, nach Portugal zu gehen. Die Coaches waren sehr 'modern', haben uns verstanden. Wir haben uns mit ihnen eher wie Freunde gefühlt, die Atmosphäre war echt locker.

Julita, was hat Dir bei der Jugendbegegnung in Lissabon am besten gefallen und warum?

Julita: Wir haben eine neue Kultur und neue Leute kennengelernt, es war einfach mal was anderes als der Alltag sonst.

Was habt Ihr bei der Jugendbegegnung für Euch mitgenommen?

Julita: Ich fand es spannend zu sehen, wie andere Jugendliche leben und mal eine andere Stadt kennenzulernen.

Melanie: Wir haben viele neue Freunde gefunden, mit denen wir immer noch in Kontakt sind. Ich freu mich schon auf die Rückbegegnung. Im April 2019 kommen die Jugendlichen aus Portugal zu uns nach Leipzig.

Warum sollte jeder junge Mensch an einer internationalen Jugendbegegnung teilnehmen?

Julita: Es macht einfach Spaß, mal eine Woche in einem anderen Land zu verbringen.

Melanie: Es ist auch sehr preisgünstig. Und ich habe viel gelernt. Und obwohl wir die ganze Woche was gemacht und gelernt haben, hat es sich auch ein bisschen wie Urlaub vom Alltag angefühlt.

(JUGEND für Europa / Foto mit freundlicher Genehmigung von: wir weit weg, KINDERVEREINIGUNG Leipzig e.V.)

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Weiterführende Informationen

Die internationale Jugendbegegnung SEED – Sustainable Empowerment through Experiencing Diversity fand im Juni 2018 in Lissabon, Portugal statt. Sie wurde gefördert von Erasmus+ JUGEND IN AKTION.

Link: Mehr zu den Förderbedingungen von Jugendbegegnungen im Programm Erasmus+ erfahren Sie hier...

Link: Mehr zur internationalen Arbeit der Kindervereinigung Leipzig e.V. erfahren Sie hier...

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