Andere Wege in die Presse
Zehn Ideen für die kontinuierliche Pressearbeit
Wer die Aufmerksamkeit der Lokalpresse auch über längere Zeit erreichen möchte, muss interessante Informationen in besonderen Formaten bieten. Ein Interview, ein Porträt, ein Blog im Internet oder eine Medienpartnerschaft können solche Angebote von Projektträgern an die Redaktionen sein. Das sie damit gute Chancen haben können, liegt an der Situation der Zeitungslandschaft, die sich in den letzten Jahren verändert hat.
Heute müssen gerade Lokalzeitungen gezielt jugendliche Leser ansprechen, um sie später als Abonnenten werben zu können, denn ein lokales Zeitungsabo ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Deshalb sind viele lokale Medien an Berichten oder aktivem Mittun von jungen Leuten in der Zeitung oder ihrem Internetangebot interessiert. Wichtig dabei ist, einfach immer wieder Vorschläge zu unterbreiten und dranzubleiben, manchmal kann es dauern, bis die Redaktion anbeißt.
Die folgenden Ideen haben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und können für alle Aktionen im Programm genutzt werden.
- Vorher-Nachher-Geschichte (z.B. bei einer Jugendbegegnungen): Machen Sie vor einer Begegnung einen Pressetermin, bei dem Jugendliche erzählen, was sie von der Begegnung erwarten - und das Gleiche am Tag nach der Heimkehr. Statt eines Ortstermins tun es auch die Telefonnummern mehrerer Teilnehmer.
- Medienpartnerschaft: Laden Sie Zeitungen ein, Medienpartner Ihres europäischen Projekts zu werden. Die Redaktion kann etwa die einzelnen Schritte des Projekts begleiten und die Teilnehmer mehrmals interviewen. Auch in den Partnerstädten können Sie mit den Zeitungen kooperieren. Und warum nicht auch einmal beim Lokalfernsehen nachfragen?
- Internet-Tagebuch: Eröffnen Sie im Internet ein Tagebuch. Immer mehr Tageszeitungen lassen ihre Leser mitbloggen - warum nicht auch über eine Jugendbegegnung, über eine Jugendinitiative, ein Seminar oder ein EFD-Projekt?
- Das Wochenblättchen beliefern: Es muss nicht immer die Süddeutsche Zeitung sein; die Leute lesen auch die kostenlosen Anzeigenblätter vor der Tür. Und die drucken gerne ab, wenn im Ort etwas passiert: Ein Foto und ein Text sind schnell gemacht, ein Anruf in der Redaktion kostet auch keine Mühe - schon steht man in der Zeitung.
- Schülerzeitungen antickern: Kann man wo mitmachen, was anklicken, wo reinhören? Dann sollten es junge Leute doch erfahren! Und wo, wenn nicht in der Schülerzeitung? Die haben heute alle eine E-Mail-Adresse - und die erfährt man bei den Schulen vor Ort oder bei Verbänden wie Jugendpresse bzw. Jugendpresseclub.
- Neues Umfeld: Warum eigentlich immer im Jugendhaus tagen? Wie wäre es mal mit etwas frischem Wind für frische Bilder: Am See - bei der Party - oder gar im Büro des Bürgermeisters?
- Polit-Podcast: Jugendliche sollen mit 16 wählen? Das Naturschutzgebiet soll planiert werden? Die Buslinie in den Süden wird immer noch nicht ausgebaut? - Regionale und lokale Themen sind immer diskussionswürdig und interessieren die Leute vor Ort. Wie wäre es mit einem regelmäßigen Podcast, der solche Themen aus der Sicht junger Leute aufgreift?
- Porträt: Gesichter wecken Aufmerksamkeit und persönliche Geschichten noch viel mehr. Bieten Sie der Lokalzeitung doch an, ein Porträt eines / einer Europäischen Freiwilligen zu schreiben. Wie ein Jugendlicher aus dem Ausland das Leben in Deutschland findet, ist immer interessant!
- Auslandsfunk: Bieten Sie dem Lokalradio ein Telefoninterview mit einem / einer Europäischen Freiwilligen im Ausland an. Lebendige Geschichten live aus dem europäischen Ausland - das interessiert immer.
- Serie: Ein Europäischer Freiwilliger / eine Europäische Freiwillige schreiben in der Zeitung oder im Internetauftritt der Zeitung ein Tagebuch über ihr Leben und Arbeiten in der Stadt / Gemeinde. Bei Sprachproblemen hilft eine jugendliche Freie Mitarbeiterin / ein Freier Mitarbeiter der Zeitung bestimmt gern.







