JUGEND IN AKTION wirkt
Zentrale Aussagen zu den Wirkungen des EU-Programms JUGEND IN AKTION aus dem Zeitraum 2007 - 2009
Die hier präsentierten Ergebnisse sind das Ergebnis vor allem zweier Untersuchungen:
Zwischenevaluation des EU-Programms JUGEND IN AKTION 2007 – 2009 auf nationaler Ebene,
im Auftrag des BMFSFJ durchgeführt durch das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V, Frankfurt a.M. (ISS)
„Unter der Lupe“ - Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung von JUGEND IN AKTION, im Auftrag von JUGEND für Europa durchgeführt durch das Institut für angewandte Kommunikationsforschung in der außerschulischen Bildung IKAB e.V. in Bonn und der Forschungsgruppe Jugend und Europa an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, Bericht 2009
Finanzielle Ressourcen
Im Programmzeitraum von 2007 bis 2009 wurden für Projekte insgesamt Fördermittel in Höhe von 28.682.470 Euro bewilligt. Nach Jahren aufgeteilt stellen sich die bewilligten Fördermittel wie folgt dar:
2007: 9.191.735 Euro
2008: 9.629.213 Euro
2009: 9.861.522 Euro
Beantragte und bewilligte Projekte
Von 2007 – 2009 (einschließlich Antragsrunde 4) wurden bei der deutschen Nationalagentur JUGEND für Europa 3.376 Projekte beantragt, davon wurden 1.931 Projekte bewilligt.
Die Bewilligungsquoten für das Gesamtprogramm liegen zwischen 58,6 % im Jahr 2006 und 55,0 % im Jahr 2009.
TeilnehmerInnen
In den Jahren 2007 bis 2009 nahmen an den durch die Nationalagentur JUGEND für Europa geförderten Projekten 34.849 Jugendliche aus Deutschland und den beteiligten Programmländern teil, davon waren 17.907 Frauen und 16.770 Männer.
Zufriedenheit und aktive Teilhabe der teilnehmenden Jugendlichen
Das Programm JUGEND IN AKTION hat sich für mehr als 90 % der teilnehmenden Jugendlichen als bereichernde Erfahrung erwiesen und kann somit als relevant für ihre Bedürfnisse angesehen werden.
Fast 50 % sind selbstsicherer und selbstständiger geworden. 55 % können besser mit neuen Situationen umgehen.
86,9 % der Jugendlichen berichteten, dass sie ihre Sichtweisen und Ideen entscheidend oder teilweise in die Projekte einbringen konnten.
Mehr als 90 % aller Teilnehmenden haben nach dem Projekt mehr Mut auch in der Zukunft mobil zu sein.
Wirkungen des Programms auf gesellschafts- und europapolitischer Ebene
Diese Relevanz zeigt sich in einem umfassenden Empowerment eines Großteils der Teilnehmenden, das sich besonders in Einstellungs- und Verhaltensänderungen zu Gunsten gesellschaftlicher Partizipation niederschlägt.
Gesellschaftliches Engagement
Knapp zwei Drittel der Befragten 62,5 % berichten, dass sie sich seit ihrer Programmteilnahme verstärkt gesellschaftlich oder politisch engagieren.
38,9 % haben sich nach dem Projekt neu ehrenamtlich engagiert.
74,5 % der Teilnehmenden setzen sich stärker als früher gegen Diskriminierung, Intoleranz und Rassismus ein.
Europa
Bei 85,1 % der Befragten ist das Bewusstsein für gemeinsame europäische Werte – wie Menschenrechte, Demokratie oder Toleranz - nach dem Projekt stark oder zumindest teilweise gestiegen.
81,9 % interessieren sich nach dem Projekt mehr für europäische Themen als vorher.
45,1 % der Teilnehmenden hat ihre Einstellung zur EU zum Positiven geändert.
60,2 % der Teilnehmenden fühlen sich nach einem Projekt mehr als Europäer als vorher.
Wahlbeteiligung Europawahlen 2009
60 % der jugendlichen Teilnehmer haben 2009 an den Wahlen zum Europäischen Parlament teilgenommen (Wahlbeteiligung der 18-24jährigen in der EU allgemein: 29 %).
Entwicklung der persönlichen Kompetenzen
84,8 % der jugendlichen Teilnehmenden geben an, ihre Sprachkompetenzen verbessert zu haben.
62,3 % der Teilnehmenden haben Ihre Kompetenz im Umgang mit elektronischen und anderen Medien verbessert.
82,1 % der Teilnehmenden haben ihre interkulturelle Handlungskompetenz entscheidend verbessert. 80,6 % sind offener für Europas Multikulturalität.
74,2 % der Teilnehmenden haben Ihre Konfliktfähigkeit verbessert. 90 % lernten besser im Team zusammen zu arbeiten.
83 % der Jugendlichen war nach der Teilnahme am Projekt besser in der Lage, gute Ideen zu entwickeln und zu realisieren sowie ein Projekt zu planen und umzusetzen. 65 % sehen sich in der Lage, sich besser kreativ und künstlerisch auszudrücken.
Berufsbezogene Kompetenzen
66,5 % haben eine klarere Vorstellung von ihrem weiteren Bildungsweg gewonnen.
77,9 % der Teilnehmenden haben sich vorgenommen, ins Ausland zu gehen, um zu studieren oder zu arbeiten.
Kontakte für ihren beruflichen Werdegang wurden von 41,3% der Jugendlichen geknüpft.
65,6 % der Teilnehmenden glauben, dass sich ihre beruflichen Chancen verbessert haben.
Youthpass-Zertifizierung
59,2 % der Teilnehmenden haben eine positive Einstellung zum Youthpass-Zertifikat.
In Deutschland wurden bis Ende 2009 insgesamt 6.200 Zertifikate in 740 Projekten von 366 Organisationen ausgestellt.
Besonderer Förderbedarf – Benachteiligte Jugendliche
Benachteiligte Jugendliche waren insgesamt in etwa gleichem Umfang in den Projekten beteiligt, wie nicht benachteiligte Jugendliche, wobei soziale, ökonomische, bildungs- und kulturell bedingte Schwierigkeiten in dieser Reihenfolge die überwiegenden Kennzeichnungen für Benachteiligung sind.
565 Projekte mit benachteiligten Jugendlichen konnten 2009 gefördert werden.
In kurzfristigen Jugendbegegnungsmaßnahmen hatten 50 % der Teilnehmer einen benachteiligten Hintergrund.
40 % der Teilnehmenden kamen aus familiären Hintergründen mit niedrigem Bildungsniveau (Abschlüsse Mutter/Vater).







