Informationen für Journalisten

Wir geben Auskunft

Wer wir sind und was es mit dem EU-Programm JUGEND IN AKTION auf sich hat - hier erhalten Sie weitere Informationen.

Wissenwertes zur Agentur

In Deutschland ist die Agentur JUGEND für Europa mit der Umsetzung des Programms JUGEND IN AKTION betraut. Sie arbeitet im Auftrag der Europäischen Kommission sowie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

Nationalagentur

Als eine von insgesamt 35 Nationalagenturen in 33 Ländern verwaltet sie das nationale Budget, informiert über das Programm, betreut Jugendprojekte und vermittelt Fachwissen.

Das bedeutet konkret, dass JUGEND für Europa:

  • Zuschüsse für internationale Jugendbegegnungen, Europäische Freiwilligendienste, Initiativen Jugendlicher und Projekte von Fachkräften vergibt,
  • über Entwicklungen und Möglichkeiten des Programms JUGEND IN AKTION informiert,
  • über Entwicklungen in der europäischen Jugendpolitik informiert,
  • einen umfangreichen Fortbildungskatalog zur Qualifizierung von Fachkräften bietet,
  • eigene Publikationen zu verschiedenen Themenbereichen der internationalen Jugendarbeit und zu Initiativen Jugendlicher veröffentlicht,
  • die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten in Deutschland und Europa fördert und koordiniert.

SALTO

Als SALTO Resource Centre koordiniert die Agentur im Auftrag der EU-Kommmission die Trainingsangebote des Netzwerks aller nationalen Agenturen koordiniert.

In diesem Zusammenhang ist die Agentur Ende 2005 von der EU-Kommission mit der Entwicklung des Youthpass beauftragt worden. Mit ihm werden europaweit die während des Projektes erworbenen Nicht-formalen und informellen Lernerfahrungen beschrieben und zertifiziert.

Transferstelle für die jugendpolitische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der EU

Seit Ende 2010 beherbergt JUGEND für Europa auch die Transferstelle für die jugendpolitische Zusammenarbeit zwischen Deutschland und der EU.

Die Transferstelle soll a) jugendpolitische Impulse aus Europa in die deutsche Kinder- und Jugendhilfe tragen und b) Impulse aus Deutschland nutzbar machen für die Weiterentwicklung der europäischen Zusammenarbeit im Jugendbereich.

Leitbilder

Zu den Leitbildern von JUGEND für Europa gehört es, Jugendliche als souveräne Akteure zu unterstützen. So existiert seit 2005 das Projekt EuroPeers. Entwickelt im Rahmen der Europäischen Jugendwoche ist die grundlegende Idee hinter dem Projekt, einen „peer-to-peer-Ansatz“ zu finden, um bei Jugendlichen das Interesse an Europa zu wecken.

Auch mit Trainings, dem Aufbau von Netzwerken und mit der Förderung innovativer Projekte sorgt die Nationalagentur für mehr Kompetenz unter den Akteuren der Jugendarbeit. Rund 80 nationale oder internationale Fortbildungen führt JUGEND für Europa pro Jahr durch, hinzukommen Partnertagungen mit Antragsteller und Kooperationspartner sowie regelmäßige Tagungen und Konferenzen zu relevanten Schwerpunkten der europäischen Jugendpolitik.

Kontakt

Die Agentur JUGEND für Europa sitzt in Bonn. Um das Programm lokal und regional besser zu verankern, gibt es deutschlandweit rund 40 Regionale Kontaktstellen JUGEND IN AKTION. Jugendliche und Fachkräfte erhalten hier Erstinformationen zu den Möglichkeiten, die das EU-Programm JUGEND IN AKTION bietet. Die Regionalen Kontaktstellen sind gleichzeitig lokale Eurodesk-Beratungstellen und besitzen langjährige Erfahrung in Sachen Jugendinformation und europäische Mobilitätsmöglichkeiten.

Zahlen, Daten, Fakten zu JUGEND IN AKTION

Seit 1988 unterstützt die Europäische Union Jugendprojekte mit einem eigenen Förderprogramm. Mit JUGEND IN AKTION ging im Januar 2007 die jüngste Neuauflage an den Start: Insgesamt 886 Millionen Euro stehen bis zum Jahr 2013 bereit, von denen Jugendliche in 31 Ländern Europas profitieren sollen.

Wer ein Hip-Hop-Projekt zusammen mit rumänischen Jugendlichen organisiert, zur Jugendbegegnung nach Spanien startet oder freiwillig in einem Kinderheim in England arbeiten möchte, kann auf Förderung aus dem Jugendtopf hoffen.

Damit möchte die EU Bürgersinn, Solidarität und zivilgesellschaftliches Engagement unter jungen Menschen stärken und ihnen zu mehr Mobilität und Zusammenarbeit in Europa verhelfen.

Bildungsangebote außerhalb der Schulen und Hochschulen sollen gestärkt werden, um jungen Menschen zusätzliche Lern-Erfahrungen zu eröffnen. Mitmachen können junge Menschen zwischen 13 und 30 Jahren. Die Qualifikationen, die sie dabei erwerben, werden europaweit mit einem Youthpass belegt.

100.000 Jugendliche aus Deutschland können Europa erfahren

Nach Deutschland fließen rund 80 Millionen Euro des Programmetats. Pro Jahr werden damit rund 300 Jugendbegegnungen mit 12.000 Teilnehmern, 120 Jugendinitiativen und 1.200 Europäische Freiwillige gefördert. Insgesamt werden mehr als 100.000 junge Menschen aus Deutschland die Chance erhalten, interessante europäische Erfahrungen zu sammeln und sich gesellschaftlich zu engagieren.

Ganz besonders ist das Programm daran interessiert, sozial benachteiligte Jugendliche einzubinden.

Fünf Programmbereiche stecken den Rahmen ab, wohin die EU-Fördermittel fließen. Besonders das demokratische Engagement rückt mit JUGEND IN AKTION durch einen neuen Förderbereich in den Mittelpunkt. Junge Menschen sollen intensiver in den Dialog mit Politikern und Institutionen treten, sich an Diskussionen über Europas Zukunft beteiligen und auf politische Prozesse einwirken.

Starkes Augenmerk legt das Programm auch auf Qualitätssicherung und Nachhaltigkeit der Projekte. JUGEND IN AKTION schult Jugendliche wie Fachkräfte und vernetzt diese untereinander. Zudem soll jedes geförderte Projekt seine Erfahrungen an andere Jugendliche oder an die breite Öffentlichkeit weitergeben.

Der deutsche Ansprechpartner für das EU-Programm JUGEND IN AKTION ist die Nationalagentur JUGEND für Europa mit Sitz in Bonn.

Die einzelnen Förderbereiche von JUGEND IN AKTION

JUGEND IN AKTION wirkt

Die hier präsentierten Ergebnisse sind das Ergebnis vor allem zweier Untersuchungen:

Zwischenevaluation des EU-Programms JUGEND IN AKTION 2007 – 2009 auf nationaler Ebene,
im Auftrag des BMFSFJ durchgeführt durch das Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik e.V, Frankfurt a.M. (ISS)

„Unter der Lupe“ - Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung von JUGEND IN AKTION, im Auftrag von JUGEND für Europa durchgeführt durch das Institut für angewandte Kommunikationsforschung in der außerschulischen Bildung IKAB e.V. in Bonn und der Forschungsgruppe Jugend und Europa an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, Bericht 2009

Finanzielle Ressourcen

Im Programmzeitraum von 2007 bis 2009 wurden für Projekte insgesamt Fördermittel in Höhe von 28.682.470 Euro bewilligt. Nach Jahren aufgeteilt stellen sich die bewilligten Fördermittel wie folgt dar:

2007: 9.191.735 Euro

2008: 9.629.213 Euro

2009: 9.861.522 Euro

Beantragte und bewilligte Projekte

Von 2007 – 2009 (einschließlich Antragsrunde 4) wurden bei der deutschen Nationalagentur JUGEND für Europa 3.376 Projekte beantragt, davon wurden 1.931 Projekte bewilligt.

Die Bewilligungsquoten für das Gesamtprogramm liegen zwischen 58,6 % im Jahr 2006 und 55,0 % im Jahr 2009.

TeilnehmerInnen

In den Jahren 2007 bis 2009 nahmen an den durch die Nationalagentur JUGEND für Europa geförderten Projekten 34.849 Jugendliche aus Deutschland und den beteiligten Programmländern teil, davon waren 17.907 Frauen und 16.770 Männer.

Zufriedenheit und aktive Teilhabe der teilnehmenden Jugendlichen

Das Programm JUGEND IN AKTION hat sich für mehr als 90 % der teilnehmenden Jugendlichen als bereichernde Erfahrung erwiesen und kann somit als relevant für ihre Bedürfnisse angesehen werden.

Fast 50 % sind selbstsicherer und selbstständiger geworden. 55 % können besser mit neuen Situationen umgehen.

86,9 % der Jugendlichen berichteten, dass sie ihre Sichtweisen und Ideen entscheidend oder teilweise in die Projekte einbringen konnten.

Mehr als 90 % aller Teilnehmenden haben nach dem Projekt mehr Mut auch in der Zukunft mobil zu sein.

Wirkungen des Programms auf gesellschafts- und europapolitischer Ebene

Diese Relevanz zeigt sich in einem umfassenden Empowerment eines Großteils der Teilnehmenden, das sich besonders in Einstellungs- und Verhaltensänderungen zu Gunsten gesellschaftlicher Partizipation niederschlägt.

Gesellschaftliches Engagement

Knapp zwei Drittel der Befragten 62,5 % berichten, dass sie sich seit ihrer Programmteilnahme verstärkt gesellschaftlich oder politisch engagieren.

38,9 % haben sich nach dem Projekt neu ehrenamtlich engagiert.

74,5 % der Teilnehmenden setzen sich stärker als früher gegen Diskriminierung, Intoleranz und Rassismus ein.

Europa

Bei 85,1 % der Befragten ist das Bewusstsein für gemeinsame europäische Werte – wie Menschenrechte, Demokratie oder Toleranz - nach dem Projekt stark oder zumindest teilweise gestiegen.

81,9 % interessieren sich nach dem Projekt mehr für europäische Themen als vorher.

45,1 % der Teilnehmenden hat ihre Einstellung zur EU zum Positiven geändert.

60,2 % der Teilnehmenden fühlen sich nach einem Projekt mehr als Europäer als vorher.

Wahlbeteiligung Europawahlen 2009

60 % der jugendlichen Teilnehmer haben 2009 an den Wahlen zum Europäischen Parlament teilgenommen (Wahlbeteiligung der 18-24jährigen in der EU allgemein: 29 %).

Entwicklung der persönlichen Kompetenzen

84,8 % der jugendlichen Teilnehmenden geben an, ihre Sprachkompetenzen verbessert zu haben.

62,3 % der Teilnehmenden haben Ihre Kompetenz im Umgang mit elektronischen und anderen Medien verbessert.

82,1 % der Teilnehmenden haben ihre interkulturelle Handlungskompetenz entscheidend verbessert. 80,6 % sind offener für Europas Multikulturalität.

74,2 % der Teilnehmenden haben Ihre Konfliktfähigkeit verbessert. 90 % lernten besser im Team zusammen zu arbeiten.

83 % der Jugendlichen war nach der Teilnahme am Projekt besser in der Lage, gute Ideen zu entwickeln und zu realisieren  sowie ein Projekt zu planen und umzusetzen. 65 % sehen sich in der Lage, sich besser kreativ und künstlerisch auszudrücken.

Berufsbezogene Kompetenzen

66,5 % haben eine klarere Vorstellung von ihrem weiteren Bildungsweg gewonnen.

77,9 % der Teilnehmenden haben sich vorgenommen, ins Ausland zu gehen, um zu studieren oder zu arbeiten.

Kontakte für ihren beruflichen Werdegang wurden von 41,3% der Jugendlichen geknüpft.

65,6 % der Teilnehmenden glauben, dass sich ihre beruflichen Chancen verbessert haben.

Youthpass-Zertifizierung

59,2 % der Teilnehmenden haben eine positive Einstellung zum Youthpass-Zertifikat.

In Deutschland wurden bis Ende 2009 insgesamt 6.200 Zertifikate in 740 Projekten von 366 Organisationen ausgestellt.

Besonderer Förderbedarf – Benachteiligte Jugendliche

Benachteiligte Jugendliche waren insgesamt in etwa gleichem Umfang in den Projekten beteiligt, wie nicht benachteiligte Jugendliche, wobei soziale, ökonomische, bildungs- und kulturell bedingte Schwierigkeiten in dieser Reihenfolge die überwiegenden Kennzeichnungen für Benachteiligung sind.

565 Projekte mit benachteiligten Jugendlichen konnten 2009 gefördert werden.

In kurzfristigen Jugendbegegnungsmaßnahmen hatten 50 % der Teilnehmer einen benachteiligten Hintergrund.

40 % der Teilnehmenden kamen aus familiären Hintergründen mit niedrigem Bildungsniveau (Abschlüsse Mutter/Vater).

Was leistet ein Europäischer Freiwilligendienst?

Schon seit Beginn des Europäischen Freiwilligendienstes im Jahr 1996 arbeiten französische Freiwillige im Partnerschaftsreferat des Bezirks Unterfranken. Stefanie Weber, stellvertretende Partnerschaftsreferentin, erklärt im Interview, warum sie im Team nie mehr auf Freiwillige verzichten möchten.

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Was macht man auf einer Jugendbegegnung?

Wir fragten Karsten Lucke, Studienleiter im Europa-Haus Marienberg.

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Was bringt eine Jugendinitiative?

Jugendinitiativen bringen Europa vor die Haustüre. Jugendliche und junge Erwachsene haben die Möglichkeit, in ihrem eigenen Ort ihre eigenen Projekte mit Unterstützung durch JUGEND IN AKTION umzusetzen. Bedingung: Es sind ihre eigenen Projekte und sie sind verantwortlich für die Organisation und Durchführung.

Jugendinitiativen fördern die Kreativität und das Unternehmertum von jungen Erwachsenen, wie das Beispiel vom "Festival de Colores" aus Jena zeigt.

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Logos

Die Logos von JUGEND für Europa und des EU-Programms JUGEND IN AKTION.

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Pressemitteilungen

Hier finden Sie die Pressemitteilungen von JUGEND für Europa, die seit Januar 2007 erschienen sind.

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Kontakt

Wenn Sie Fragen haben, rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns:

Frank Peil - Referent für Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0228-9506-219; E-Mail:

Andreas Klünter - Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: 0228-9506-232; E-Mail:

Projekte Guter Praxis

Eine kleine Auswahl von Projekten Guter Praxis, die über JUGEND IN AKTION gefördert wurden.

Presseverteiler

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