Unterstützende Maßnahmen – The YOUTH programme as a challenge to work with disadvantaged young people on European Citizenship

Seminar

Internationale Austauschprojekte stellen einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung einer europäischen Bürgergesellschaft dar. Insbesondere die Einbindung benachteiligter Jugendlicher in solche Projekte braucht jedoch noch eine intensive Reflexion. Daran anknüpfend stellt sich die Frage, wie Jugendliche mit erhöhtem Förderbedarf einen nachhaltigen Nutzen aus internationalen Austauschprojekten für ihr lokales Umfeld ziehen können. Anlässlich seines 25jährigen Bestehens im Oktober 2003 gab das Institut für angewandte Kommunikationsforschung in der Außerschulischen Bildung (IKAB e.V.) ein internationales Seminar, welches sich mit dieser Frage auseinandersetzte.

Soziales und interkulturelles Lernen sind wichtige Werkzeuge für eine europäische Bürgerschaft. Interkulturelles Lernen bedeutet, sich auf neue Erfahrungen einzulassen, Empathie für Menschen aus anderen Kulturen und Traditionen zu entwickeln, eigene Sichtweisen zu überdenken, widerstrebende Gefühle auszuhalten und sich aber auch über seinen eigenen kulturellen Hintergrund klar zu werden. Diese Erfahrungen müssen in den Alltag Jugendlicher übertragen werden. Daher betonten die Teilnehmer des Seminars die Bedeutung der Einbettung von internationalen Austauschprojekten in eine langzeitpädagogische Arbeit. Anregungen für diese Umsetzung auf lokaler Ebene boten die Vorstellungen verschiedener Beispiele von Good Practice.

Weitere Schwerpunkte des viertägigen Seminars, zu dem IKAB e.V. internationale Kooperationspartner aus zwölf europäischen Ländern einlud, waren vertiefende inhaltliche Auseinandersetzungen zu den Themen: Bessere Zusammenarbeit der Kooperationspartner bei Jugendaustauschprojekten angesichts immer größer werdenden Schwierigkeiten bei der Finanzierung, und die Frage nach der Zertifizierung von Kompetenzen in der internationalen Jugendarbeit.

Ebenso wurde das Seminar genutzt, um den Teilnehmenden Einblicke in die Entwicklung des JUGEND-Programms, sowie Einblicke in die Zukunft des Folgeprogramms ab 2007 zu geben. Weiter wurden von den Partnern multilaterale Jugendaustauschprojekte geplant und Planungen für Projekte in den Aktionen 2 und 5 in Angriff genommen.

(Andreas Klünter)