Unterstützende Maßnahmen - EURO-VIKING
Trainingskurs
Man kann über sie sagen, was man will, aber Europa nahmen sie als ein großes Abenteuer wahr. Sie wollten neue Länder kennen lernen, sie stießen ins Fremde und Unbekannte vor, sie überwanden Grenzen, indem sie die Segel setzten und in See stachen. Nur willkommen waren sie in den seltensten Fällen – eher fielen die Wikinger unter die Kategorie der höchst unangenehmen Gäste. Ideale Vertreter der Völkerverständigung benahmen sich anders.
Europa will auch heutzutage noch erobert werden. Doch im Gegensatz zu Wikinger-Zeiten ist das Abenteuer Europa ein Abenteuer des Miteinanders geworden. Während Fernsehen und Internet die Welt direkt nach Hause ins Zimmer bringen, ist es schwierig geworden, das Abenteuer hautnah zu erleben. Um Jugendlichen dieses dennoch zu ermöglichen, wurde das Projekt EURO-VIKING ins Leben gerufen: Mit einem oder mehreren Schiffen soll ab 2005 auf den Routen der alten Wikinger der Kontinent Europa in friedlicher Mission umsegelt werden.
Selbstverständlich bedarf eine solche Projektidee ein hohes Maß an Vorbereitung und Koordinierung. Und es braucht internationale Partner. Und jeder der internationalen Partner muss sich auf das Projekt vorbereiten können. Und um all dies unter einen Hut zu bringen, lud das Jugendamt der Stadt Gera vom 12.09. bis zum 19.09.2004 zu einem von JUGEND für Europa geförderten Internationalen Trainingskurs in Meetzen ein.
JugendarbeiterInnen und TrainerInnen aus zehn europäischen Ländern trafen sich nach vorheriger intensiver Vorbereitung in Mecklenburg-Vorpommern, um sich einerseits fit zu machen für die Fahrten mit den Wikingerschiffen, sich andererseits mit den inhaltlichen Schwerpunkten der Erlebnispädagogik und des Projektes EURO-VIKING auseinanderzusetzen. Darunter gehörten Fortbildungen in den Bereichen Teambildung und Konfliktmanagement, sowie Sponsorensuche und Öffentlichkeitsarbeit. Das praktisch erworbene Wissen wird ab 2005 dann an Jugendliche aus Europa weitergegeben.
Die Perspektiven, die der Trainingskurs eröffnete, sind zahlreich: Sie gehen über die konkreten Planungen für das Projekt EURO-VIKING hinaus hin zu regelmäßigen Arbeitstreffen, Partnerseminaren und weiteren Projekten für JugendarbeiterInnen in der Aktion 5. Die dabei gewonnenen und ausgetauschten Erfahrungen können dann im Rahmen von sport- und erlebnispädagogischer Projekte weiter vernetzt werden.
Ein Fazit des Internationalen Trainingskurses ziehen die isländischen Teilnehmer: „As soon as we were presented to the idea about young people with different backgrounds working and travelling together in the path of the Vikings in Viking ships, we were convinced that it was an excellent idea. The program of the course was very helpful for us in order to better understand the concept. What really stands out from the course is, that we met great people with great ideas and all the various, valuable know-how, needed for the future project. We think that with good professional preparation, as we have decided to do, this project can and will be a succes for all partners.“
(Andreas Klünter)







