Unterstützende Maßnahmen – Europa live: Neue Medien verbinden

Kurzstudienreise

Die Welt wächst scheinbar zusammen. Man ist nur einen Tastendruck auf der Fernbedienung entfernt, um Bilder vom anderen Ende der Welt zu bekommen, man ist nur einen Klick entfernt, um mit Menschen in Australien chatten zu können. Aber der schöne Schein einer medial kleinen Welt muss mit Leben gefüllt werden. Die Bedeutung medienorientierter Bildungsarbeit ist groß.

Das JugendSozialwerk Nordhausen entwickelte auf einem Basisseminar der Aktion 5 gemeinsam mit dem Jugendnetz Baden-Württemberg und dem Freien Radio Thüringen ein Konzept, wie Medienkompetenz geschult und an Jugendliche weitergegeben werden kann – und dies nicht allein auf lokaler sondern auf einer europäischen Ebene. Als geeignete Maßnahme wurde ein Kurzstudienbesuch für europäische Partner mit dem Schwerpunkt Medienpädagogik ins Auge gefasst.

Nach einem Projektvorbereitenden Besuch, auf dem die deutschen Partner das Programm abstimmten, lud das JugendSozialwerk Nordhausen vom 09. bis zum 14. August 2004 zur Kurzstudienreise ins Fröbelhaus im thüringischen Rudolstadt ein. VertreterInnen von Organisationen aus Lettland, Frankreich, Polen und Deutschland nahmen die Einladung an. Die TeilnehmerInnen bildeten sich im Bereich der Medienpädagogik fort, um ihre erworbene Medienkompetenz dann als Multiplikatoren an die Jugendlichen im jeweiligen lokalen Umfeld weiter zu geben. Darüber hinaus verfolgten alle die Entwicklung multilateraler Jugendbegegnungen als gemeinsames Ziel, um die mediale Verbindung mit der Welt durch persönliche Begegnungen aufzufüllen.

Die Seminarräume des Fröbelhauses boten die notwendige technische Ausstattung für die praktische Medienarbeit vor Ort. Um den TeilnehmerInnen weitere praxisnahe Erfahrung zu vermitteln, wurden Exkursionen zum öffentlich-rechtlichen Kinderkanal, zu MDR-Radio Thüringen, zum Landesfilmdienst Thüringen und zum Offenen Kanal Saalfeld unternommen. Dort berichteten einzelne Redakteure detailliert von ihrer Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. In anschließenden Diskussionsrunden reflektierte man die gewonnenen Erkenntnisse und analysierte, inwiefern eine Zusammenarbeit mit den Medienpartnern in Folgeprojekten denkbar sei.

Let's communicate. Weitere multimediale Trainingsmaßnahmen und Jugendbegegnungen sind für die folgenden Jahre geplant. Die Kommunikation wird nicht abreißen.

(Andreas Klünter)