Jugendinitiative - Moviemiento
Film ist bewegte Bilder. Moviemiento ist bewegte Filme.
Das Abenteuer begann 2002. Damals entwickelten zehn Berliner Studentinnen und Studenten die Idee, aus Kurzfilmen ein eigenes Roadmovie entstehen zu lassen. Via Internet schrieben sie an europäischen Universitäten und Filmhochschulen einen Wettbewerb für junge Filmemacher aus. Die Produktionen sollten sich mit dem Gedanken des "Roadmovies" auseinandersetzen: Freiheit, Reise, Abenteuer, Bewegung und Begegnung – die klassischen Motive als persönliches Lebensgefühl neu interpretiert.
Über 200 Filme gingen ein. Zehn von ihnen fassten die StudentInnen zu einem anderthalbstündigen Programm zusammen und gingen nun selbst on the road. Im Moviemiento-Mobil reisten sie durch Europa; im Gepäck die Filme, eine Leinwand und eine mobile Bar. Sie reisten von Berlin nach Amsterdam, von Amsterdam nach Bern, von dort nach Barcelona, schließlich nach Zagreb und wieder zurück nach Berlin. In jeder dieser Städte führten sie ihr Kurzfilmprogramm vor über 300 Leuten auf.
Und da ein Roadmovie nie wirklich zu Ende geht, sondern alles nur eine Zwischenstation ist, ging die Reise weiter. "Nomadische Ambitionen" hieß der Titel unter dem die Jugendinitiative Ende 2004 die nächste europaweite Ausschreibung startete. Nun kamen über 300 Filme aus 22 Ländern zusammen. Wieder mussten all die Filme gesichtet werden. Wieder wurde ein Kurzfilmprogramm zusammengestellt, wieder das Moviemiento-Mobil beladen. Im Spätsommer 2005 hießen die Tourstationen Berlin, Krakow, Budapest. Momiano, Pietrasanta, Marseille und Barcelona. Gezeigt wurden auf der Reise 11 Filme aus sechs Länder.
In einem Roadmovie kommen die Protagonisten nicht immer ans Ziel. Der Sonnenuntergang hinterm Horizont lockt auf ewig. Das Projekt Moviemiento wird weitergehen. Aus einer wilden Idee ist ein Verein geworden, dessen Mitglieder bereits an neuen Konzepten basteln. Und aus Begegnungen ist längst ein europäisches Netzwerk von jungen Filmemachern und filminteressierten Menschen geworden.
Weitere Informationen über das Projekt sind auf dem folgenden externen Link zu finden www.moviemiento.com. Während der Reise entstand auch ein höchst sehenswerter Dokumentarfilm.
(Andreas Klünter)







