EUROMED - Planning our cities, planning our future
Megacities as present and future living environments in European and Mediterranean countries
Die Stadt Kairo rechnet für das Jahr 2040 mit einem Bevölkerungszuwachs auf 37 Millionen Menschen. Bereits heute leben zwischen 18 und 22 Millionen Menschen in der Stadt, obwohl deren Infrastruktur lediglich auf vier Millionen Menschen angelegt ist. Um dieser Entwicklung Herr zu werden, arbeitet die Region Kairo am Cairo 2025-Projekt. In ihm werden Konzepte für urbane Lebensräume der Zukunft erarbeitet.
Stuttgart ist die Partnerstadt Kairos. Der in Stuttgart ansässige IEIE – International Education Information Exchange e.V. organisierte im Rahmen des Programms EUROMED vom 25.09. bis zum 05.10.2003 in Kairo eine Jugendbegegnung mit TeilnehmerInnen aus Deutschland, Österreich, Italien, Griechenland, Zypern, der Türkei und Ägypten. Dank guter Kontakte des Stuttgarter Stadtplanungsamtes zu den Kollegen in Kairo bekamen die Jugendlichen einen exklusiven Blick in die Arbeit des Projektes Cairo 2025. Besichtigt wurden unter anderem Bibliotheken, U-Bahn-Anlagen, Tunnelprojekte, Trabantenstädte, Wasseraufbewahrungsanlagen oder Nilwasserprojekte. Es war das erste Mal, dass eine internationale Jugendgruppe freien Zugang zu diesen Einrichtungen bekam.
Gerade Planungen, die ein zukünftiges Stadtleben betreffen, benötigen Ideen aus der Generation, die später in diesen Städten leben wird. Deswegen wurden die Jugendlichen ausdrücklich aufgefordert, eigene Visionen zu entwerfen, um Fragen zu beantworten, wie wachsende Großstädte umweltgerecht geplant werden können, wie sich die Mobilitätssysteme in den Metropolen verändern müssen, um weiterhin Mobilität gewährleisten zu können und wie ein friedliches Zusammenleben ohne soziale Spannungen möglich sein kann.
Der thematische Bezug wurde nach und nach erweitert und die Diskussionen entwickelten sich hin zu einem intensiven interkulturellen Gedankenaustausch zwischen Jugendlichen mit unterschiedlichen religiösen Anschauungen und verschiedenartigen Wertevorstellungen. Die persönlichen Lebensentwürfe standen gleichberechtigt nebeneinander und trotz ihrer Unterschiedlichkeit besaßen sie einen gemeinsamen Nenner - nämlich den Wunsch nach einer friedlichen Zukunft für den Mittelmeerraum.
(Andreas Klünter)







