Europäischer Freiwilligendienst - The Arctic Wintergames
Geht jemand als Europäischer Freiwilliger nach Grönland, kann dies bedeuten, dass er a) resistent gegen Kälte ist und b) Rentiere für den Weihnachtsmann züchten will.
Mag eine gewisse Unempfindlichkeit gegen Kälte noch von Vorteil sein, so ist letztere Vermutung doch weit gefehlt. Axel Nieber arbeitete als PR- und Marketing-Koordinator für die arktischen Winterspiele. Diese besitzen eine lange Tradition. Fernab von der Berichterstattung in der restlichen Welt werden seit 1970 alle zwei Jahre die Arctic Wintergames für Teilnehmer aus den nördlichen Polarregionen ausgetragen. Ziel der Spiele ist es: „Bringing our Circumpolar World closer together. Stengthening and showcasing our Northern Communities and providing our youth an International opportunity to participate and showcase their talent.“
Fanden die Spiele bis zum Jahr 2000 allesamt in Nordamerika statt, so war im Jahr 2002 erstmals Nuuk auf Grönland der Austragungsort der Spiele. Axel kümmerte sich im Vorfeld um die Sponsorensuche, er gestaltete die homepage mit und half bei der praktischen Durchführung der Spiele. Die sehr gute, praktische Ausbildung, die er währenddessen erhielt, war jedoch nur ein willkommener Nebeneffekt. Viel prägender war der Einblick in die Lebenswelt auf Grönland, die wärmende Gastfreundschaft, die er dort erfuhr, und die Auseinandersetzung mit den unbekannten Traditionen, die die Menschen dort pflegen. Von den Ausflügen in die einmalige Natur ganz zu schweigen.
Die deutsche Entsendeorganisation war der Internationale Bund Walsmühlen, die dänische, bzw. grönländische Aufnahmeorganisation die Arctic Winter Games 2002 Nuuk Host Society.
(Andreas Klünter)







